Bundeswehrstandorte bleiben erhalten
28.10.2011„Der frühzeitige, kontinuierliche Einsatz hat sich gelohnt“, stellt der heimische Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU) erleichtert fest. Der Fliegerhorst in Faßberg bleibt in vollem Umfang erhalten. Das Transporthubschrauberregiment 10 bleibt, ebenso die Deutsch-Französische Ausbildungseinheit Tiger. Hinzu kommen die Flugplatz-Bundesfeuerwehr und weitere Dienststellen. Die bisherige Schule der Luftwaffe 3 (TSLw 3) wird zum Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe aufgewertet. Im Gegenzug wird in Kaufbeuren die TSLw 1 aufgelöst, die lange Zeit als Konkurrenzstandort zu Faßberg galt, und für die sich der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer bis zum Schluss eingesetzt hat.
Dass Celle zusätzlich als Standort gehalten werden konnte, freut mich ganz besonders. Hier standen wir vor der großen Herausforderung, dass wegen der Ausphasung des Hubschraubertyps Bo 105 die vorhandenen Strukturen gänzlich vor der Auflösung standen und der Flugplatzbetrieb damit hätte aufgegeben werden müssen. Celle hat diese Strukturreform überlebt. Zukünftig wird hier ein Ausbildungs- und Übungszentrum luftgestützter Einsatz sowie ein Unteroffizieranwärter und Feldwebelanwärterbataillon eingerichtet werden. Mit einer Stammbesatzung von über 400 Dienstposten sowie mehreren hundert Lehrgangsteilnehmern, die jeweils bis zu einem Jahr in Celle stationiert werden, bleibt die Immelmann-Kaserne ein starker Standort. Hinzu kommt eine regionale Sanitätsversorgung sowie die Bundesfeuerwehr für den Flugplatz und weitere Dienststellen.
Damit ist es gelungen, den Standort zu erhalten und Celle fest zu positionieren. Somit bleibt Celle Garnisonstadt. Natürlich wird diese Stationierungsentscheidung auch Veränderungen für das Leben der Soldaten, Zivilangestellten und deren familiärem Umfeld bedeuten. Hier gilt es für jeden einzelnen Soldaten und Mitarbeiter einen gangbaren Weg zu finden, der mit möglichst wenigen Umzügen verbunden ist.
Bergen bleibt mit über 500 Dienstposten für die Truppenübungsplatz-Kommandantur, sowie dem Bundeswehr-Dienstleistungszentrum und der Bundesfeuerwehr ebenso stark aufgestellt. Durch die Schließung des Truppenübungsplatz Ehra-Lessien wird die bisherige dort stattgefundene Ausbildung der Feldjäger wahrscheinlich in Bergen stattfinden.
Der Großraum zwischen Hamburg und Hannover behält seine militärische Bedeutung. In Munster werden weiterhin über 5000 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst leisten.
„Niedersachsen und mein Wahlkreis bleibt weiter stark aufgestellt“, freut sich Henning Otte als Obmann für Verteidigung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
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